Mittwoch, 10. November 2010

Potc

In den letzten Tagen kam die ein oder andere e-Mail zu den Potc. Dafür sage ich auch an dieser Stelle schon einmal „Danke schön“. Einige Fragen tauchten auch auf und daher werde ich euch heute ein wenig mehr zu  meinem aktuellen Projekt schreiben und nochmal einiges zusammenfassen.

Auf einer Ausstellung erzählte mir jemand erstmals von den POTC und machte mich neugierig. Bisher kannte ich die Abkürzung nur im Zusammenhang mit dem „Fluch der Karibik“, den „Pirates of the Caribbean“ ;)
Wieder zu Hause informierte ich mich bei den Quiltfriends, die zu einem POTC -Swap, also einem Tausch aufgerufen hatten. Tauschen wollte ich zwar nicht, aber die Blöcke gefielen mir - die auch gern mal per Hand näht- sehr gut. So war die Idee für einen eigenen POTC Quilt geboren.

Potc steht also nicht nur für die Piraten der Karibik sondern in diesem Fall für „Patchwork of the crosses“. ;-))

Mein Quilt wird nur aus gleichen Blöcken und aus nur drei verschiedenen Stoffen bestehen, eigentlich jedoch ist es die ideale Möglichkeit, Stoffe und Reste zu verarbeiten und mit Farben zu experimentieren und zu spielen.
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und wer weitere Beispiele sehen möchte, sollte einfach mal mit den Stichworten Potc Blöcke, Potc Quilt , Patchwork of the crosses etc. im Internet suchen. Gerade das Original von Lucy Boston ist ein Augenschmaus.

Wer –wie ich- auch gerne in Büchern schmökert, kann auch die passende Lektüre zum Thema bekommen. Linda Franz hat das Buch „Lucy Boston –Patchwork of the Crosses“ herausgebracht. Dieses „Büchlein“ ist in Englisch erschienen und hat 32 Seiten, ich glaube man spricht dann von „paperback-booklet“ . Es gibt einen kurzen Überblick über Lucy Boston, ihr Leben und zeigt Fotos ihres Quilts. Behandelt werden Themen wie Stoffe, Block Variationen etc. sowie  verschiedene Nähtechniken (English Paper Piecing, Hand Piecing, Machine Piecing, Hybrid Piecing und das alles mit "Inklingo" oder ohne) und das Pro und Contra.

Ich mache allerdings -wie kann es anders sein- wieder mein eigenes Ding *g.
Da ich gerne „liesel“ habe ich mich für diese Methode entschieden. Ich mag die Näherei durchs Papier nicht und mir macht es auch nichts aus, dass ich den Stoff erst über die Schablonen hefte. Dafür kann der Reihfaden in der Arbeit bleiben, die Schablonen herausgenommen und mehrfach verwendet werden. Durch die Verwendung etwas stabilerer Pappe hat man auch "etwas" in der Hand und es ist nicht alles so "labberig"

(Wer zu der Technik von Liesel Niesner mehr wissen möchte, dem kann ich ihre Bücher ans Herz legen. Viele Fotos, bebilderte Tipps und vernünftige Erklärungen..Das sind wirklich mal Bücher, deren Anschaffung sich für mich gelohnt hat und auf die ich immer mal wieder gerne zurückgreife. 
Ich arbeite auch gerne mit den entsprechenden Klammern, die müssen aber nicht sein. Man kann auch andere Klammern verwenden. Ich bevorzuge allerdings ihre kleinen Plastikklammern. Es geht mir damit einfach besser von der Hand. )
Aber nun genung geredet. Hier die ersten Bilder (wenn meine Kamera wieder zu Hause ist, gibt es noch ein paar mehr )


So hab ich also zunächst Schablonen angefertigt 
Stoff zugeschnitten,
(dabei ist natürlich die Nahtzugabe nicht zu vergessen)
Dann wird der Stoff auf die Schablonen gelegt und die Nahtzugabe umgeklappt
und mit Klammern befestigt, damit nichts verrutscht 
 (Bild folgt)

 Dann verwende ich Reihgarn und hefte den Stoff an den Ecken
anschliessend werden die Schablonen rechts auf rechts aufeinander gelegt und zusammengenäht und so entsteht nach und nach ein Block nach dem anderen 
Eigentlich ganz einfach, oder?

Wichtig ist nur, dass ihr beim Zusammennähen der Schablonen die Stiche am Ende und Anfang der Schablonen sorgfältig macht und schön in der Ecke anfangt. Ansonsten entstehen Löcher, die nicht gerade sehr schön aussehen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren. Falls ihr noch Fragen habt, meldet euch. Und denkt immer dran:
Es gibt keine Quiltpolizei!!!

Wichtig ist das Ergebnis und dass ihr Spaß an der Arbeit habt. Für welche Technik ihr euch entscheidet, das hängt ganz von euren Bedürfnissen ab. Da gibt es kein richtig oder falsch ;-)

Samstag, 30. Oktober 2010

Gutscheine, Geldgeschenke und Verlosung

Werden die Kinder größer, wünschen sie sich ja oft auch größere Geschenke und somit Geld oder Gutscheine von Freunden und Verwandten, um für das heißersehnte XY zu sparen.


Immer nur mit einem Umschlag zu erscheinen, ist dann auf Dauer ja auch langweilig.
Auf der Suche nach dem "etwas anderem Gutschein" bin ich bei Expli fündig geworden und habe diese Anleitung gefunden.
Die werde ich nun mal ausprobieren.

Ausserdem verlost Expli auch noch eine Nähmaschine.
Wenngleich die Chancen wohl denkbar klein sind, konnte ich es doch nicht lassen es mal zu versuchen und bei der Verlosung mitzumachen ;-)

Montag, 25. Oktober 2010

Nachtrag zum Dreieckstuch

Erst einmal vielen Dank für eure Kommentare und e-Mails zu meinem Tuch. Ich habe mich sehr darüber gefreut.
Da soviele Fragen auftraten hier einige weitere "technische" Daten ;)

Auf die Idee ein derartiges Tuch zu stricken kam ich, als ich irgendwann Fotos der sogenannten Heidetücher gesehen habe, in denen einige ihre (Socken)Wollreste verstrickten.

Ursprüngliches Design:
Heidetuch oder auch Bindetuch oder Danish Tie Shawl z.B.
hier (soweit ich weiß, kann man hier auch eine Anleitung käuflich erwerben) oder
hier , hier gibt es wunderschöne Tücher aus Sockenwollresten und mit dünnerem Garn und zwei    
         Mittelmaschen. Schmökern lohnt und eine Anleitung findet ihr dort auch wie ich nun weiß.

Meine Version sollte aber ohne Bindebänder und auch nicht ganz so sehr rundlaufend werden, weshalb ich  mir die Anleitung nicht gekauft habe und einfach nach Gefühl strickte. Als ich dann auf Gabis Anleitung stieß stellte ich fest, dass mein Gefühl gar nicht ganz so falsch war.

Mein "Gefühl" sah dann folgendermaßen aus *g :

Anschlag: 5 Maschen
Muster: glatt rechts, da das Garn schon viel Struktur hat ( also die Hinreihen rechte Maschen, die Rückreihen linke Maschen)
1. Reihe rechte Maschen
2. Reihe linke Maschen
3. Reihe mit den Zunahmen beginnen, dazu 1 Masche rechts stricken, 1 Masche zunehmen, dann bis zu der markierten Mittelmasche rechts stricken, 1 Masche zunehmen, die Mittelmasche stricken, 1 Masche zunehmen und bis vor die letzte Masche wieder rechts stricken, 1 Masche zunehmen und die letzte Masche abstricken. Somit habe ich in jeder Hinreihe insgesamt 4 Maschen zugenommen.
4. Reihe alle Maschen links stricken.
Die 3. und 4. Reihe wiederholen.
Zusätzlich habe ich dann jede 6. oder 8. Rückreihe an beiden Seiten nochmals 2 Maschen zugenommen. Wie schon erwähnt, habe ich mehr auf die spannenden Filme geachtet, daher waren die Zunahmen der Rückreihen nicht immer so ganz pünktlich in der 6. Rückreihe, was aber bei dem Garn glücklicherweise nicht auffällt. Falls ihr dünneres oder glatteres Garn wählt, wäre eine regelmäßige Zunahme dann aber doch zu empfehlen *schmunzel*.

Nach dem Schema könnt ihr nun stricken so lange ihr lustig seid und genügend Garn habt ;-)
Diese Strickrichtung hat den Vorteil, dass man mit kurzen Reihen anfängt. Verlässt euch am Ende die Lust, macht ihr halt einfach ein Halstuch davon oder einen kleinen Schulterschal.

Material: Knit Pro Nadeln der Stärke 7 und
               "Tris" von Lana Grossa
  • ursprünglich für ein anderes Projekt gedacht, kann ich sagen es lässt sich  nicht so gut "ribbeln", aber das wollt ihr ja eh nicht ;-)
  • wieviele Knäuel ich verbraucht hab kann ich nicht mehr sagen, irgendwann hab ich aufgehört zu zählen und leider auch nicht alle Banderolen aufgehoben, ich denke mal 10 sind es sicherlich gewesen.
  • gewichtsmäßig liegt das Tuch jetzt bei 480 g
  • auf dem Boden liegend hat es an der einen Seite eine Länge von ca. 2,40 m, die kurzen Seiten sind ca. 1,55 m, vom Hals zur Spitze sind es somit ungefähr 1 m.
Vielleicht kann ich euch mit diesen Angaben ein wenig weiterhelfen, ansonsten meldet euch gerne.

Schöne Grüße und viel Spaß                                                
(und meldet euch ruhig mal, was aus euren Vorhaben wurde)
Eure Fee           

Sonntag, 24. Oktober 2010

Morgens um 6 ist die Welt (fast) noch in Ordnung

Heute Morgen um 5 Uhr bin ich wach geworden, weil der Wind so an den Außenrollos rüttelte und irgendwas (wahrscheinlich die Gießkanne) durch den Garten polterte.

Natürlich konnte ich nicht wieder einschlafen. Warum auch? Es ist ja Sonntag, da stehen ja alle anderen auch so früh auf *grummel* Nach einigem Hin- und Herwälzen bin ich dann schließlich um 6 Uhr mit dicken Socken und Bademantel bewaffnet nach unten getapst, hab mir einen Tee gekocht, mich ins Wohnzimmer gesetzt und zugeschaut wie der Himmel seine Schleusen öffnete und die Regentropfen prasselten und prasselten.
Na ja, immerhin geht - anders als am Wochenanfang- unsere Heizung jetzt wieder und wir brauchen bei diesem „Sturm“ nicht auch noch zu frieren.

Als ich das Teewasser aufsetzte, traute ich meinen Augen erst nicht, als zwei Warnwesten auf mein Küchenfenster zuliefen. Es war ja noch sehr dunkel und zwei nicht aus der Ruhe zu bringende ältere Herrschaften in dunklem Sportoutfit machten ihr wahrscheinlich wöchentliches „Nordic Walking“ Ehrlich gesagt war ich froh, als ich die beiden später erneut sah, denn so zierlich und zart wie die Dame war, hatte ich ernsthafte Befürchtungen, dass sie auf der nächsten Brücke weggeweht oder von den Wasser“fluten“ einfach fortgespült wird.

Ich hab mich lieber wieder auf mein Sofa verkrümelt und meine ersten POTC’s sortiert, hin und her geschoben und überlegt, wie ich sie verbinde.
Erst hatte ich zwischen den gelben Blöcken eine doppelte Reihe braun und dazwischen gelbe Vierecke, dass erschien mir dann aber doch zu wuchtig und dunkel. Nun hab ich mich zu dieser Variante entschieden.

Ich hab sie mal auf die Sofalehne gelegt und fotografiert. Was meint ihr? So, oder anders?...

Samstag, 23. Oktober 2010

Für kalte Tage und kuschelige Stunden

Schon vor einiger Zeit habe ich ja nach Art der Heidetücher ein Dreieckstuch angefangen.
Ich habe einfach glatt rechts gestrickt und mich auch nicht ganz an die Anleitung gehalten. Bei diesem Projekt, habe ich dann auch wenigstens von den spannenden Filmen im Fernsehen alles mitbekommen ;-)
Zwar ist das Tuch auch schon vor etlichen Wochen fertig geworden, aber ein Foto davon möchte ich euch nicht vorenthalten. Mittlerweile habe ich es schon einge Male an kalten Abenden umgelegt und mich richtig daran gefreut. Es ist zwar schlicht gestrickt und dunkel in den Farben, aber es wärmt ungemein. Ausserdem konnte ich so mal einen großen Teil meines Wollberges in einem Rutsch verstricken ;-)

Sogar Liebtöchterlein, die hier freundlicherweise für mich Modell stand, hat sich das Tuch beim Fernsehen einige Male hervorgeholt und darin eingekuschelt. Für mich gestrickt, kann sie sich schließlich fast zweimal einwickeln und dann ist's ja bekanntlich erst richtig schön kuschelig ;-)